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30. Dezember 2019

Warum du immer noch nicht mit der Angst vor Ablehnung klarkommst

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Erfahre den wahren Grund, warum es so schwierig ist mit der Angst vor Ablehnung klarzukommen

Angst vor Ablehnung ist ungemein tückisch und kann frustrieren, doch ich kann dich beruhigen – das geht sehr vielen Menschen so!

Hunderte Teilnehmer meiner "Comfort Zone Challenges" Meetups und, ja, auch ich, standen genau vor derselben Herausforderung. Und zu einem gewissen Grad wird diese Herausforderung immer ein Teil deines Lebens bleiben.

Das hat handfeste Hintergründe, die ich dir in diesem Artikel näher bringen möchte. Ziel ist es dir durch diesen Artikel Klarheit und Bewusstheit darüber zu verschaffen, um letztlich nachhaltige Veränderung anstoßen zu können.

(Bitte sieh mir nach, dass ich der Lesbarkeit halber in der männlichen Form schreibe, jedoch beide Geschlechter gemeint sind.)

Viel Spaß beim Lesen und Anwenden!

Wie die Angst vor Ablehnung in dein Leben gekommen ist

Was du zu allererst wissen solltest ist, dass die Angst vor Ablehnung nichts weiter ist als antizipierter Schmerz. Schmerz, den wir mit unserer Vorstellungskraft erzeugen, weil wir vom Schlimmsten ausgehen und uns vorstellen, wie wir emotional verletzt werden.

Es treten Gedanken ein, die uns suggerieren mit einer bestimmten Situation nicht klar zu kommen.

Zudem glauben wir dadurch etwas zu verlieren – nämlich unseren derzeitigen sicheren Zustand.

May I introduce to you: Verlustangst...

Verlustangst ist der Kern vieler Ängste – die Angst vor Ablehnung eingeschlossen.

Hast du dich mit Persönlichkeitsentwicklung schon einmal beschäftigt, dann wirst du diese Zeilen so oder so ähnlich vielleicht kennen.

Wir Menschen sind von Natur aus soziale Wesen und sind von der Aufmerksamkeit und Anerkennung anderer nicht unabhängig, denn eines der Grundbedürfnisse der Menschen ist soziale Verbundenheit und Liebe zu erfahren.

Bekomme wir das Gefühl ungeliebt zu sein oder nicht dazuzugehören, fühlt sich das alles andere als gut an und wir fühlen uns abgelehnt.

Doch warum fällt es manchen Menschen viel schwerer mit der Angst vor Ablehnung und Zurückweisung umzugehen als anderen?

Das hängt ganz stark mit deinen bisherigen Erfahrungen zusammen.

Viele Experten sind sich einig, die frühkindliche Erziehung hat damit zu tun!

Ja, Ja – Das stimmt schon, doch auch Lehrer in der Schulzeit, Geschwister, Peergroup oder Freunde, prägende Lebensereignisse und auch Banalitäten, wie ein Hollywood-Film oder andere, über Medien konsumierte, Formate können ihren Teil dazu beigetragen haben.

Wie stark der Einfluss letztendlich ist, entscheidet sich durch...dich!

Denn am Ende kommt es immer auf das Individuum an, ob sich eine Angst vor Ablehnung entwickelt oder nicht.

Doch dazu müsstest du in der Zeit zurück reisen als du noch ein Säugling warst und einige deiner Entscheidungen hinterfragen...

Wie der Nährboden für Ablehnung gelegt wird

Als sehr junge Kinder haben wir noch nicht die Fähigkeit für unser Überleben selbst zu sorgen. Wir sind vollständig von unseren Eltern abhängig.

Wir sind davon überzeugt, dass wir ohne die Obhut unserer Eltern nicht überleben würden.

Deswegen haben wir eine überhöhte Angst vor Ablehnung. Wir wollen vermeiden allein gelassen zu werden und unsere Bedürfnisse nicht gestillt zu bekommen und somit unser Leben in Gefahr zu bringen.

Wir entwickeln also Strategien, um unsere Bedürfnisse gestillt zu bekommen. Wir schluchzen, zicken herum und quengeln. Der Grundstein der Strategie ist gelegt, um die ultimative Ablehnung zu vermeiden und allein gelassen zu werden.

Zur gleichen Zeit stellen wir Annahmen darüber auf, warum unsere Bedürfnisse nicht direkt gestillt werden. Dieser Prozess zieht sich durch die gesamte Jugend und dabei lernen wir immer mehr eine für uns sinnvolle Strategie zu etablieren.

Ganz besonders in dieser Zeit wird entschieden, ob ein Nährboden für die Angst vor Ablehnung gelegt wird oder nicht.

Wir kommen zu Schlussfolgerungen, warum wir die begehrte Aufmerksamkeit nicht bekommen und kommen typischerweise auf folgende Antworten, wie:

  • „ich bin nicht liebenswert“,
  • „ich bin nicht gut genug“,
  • „ich muss wohl meine Bedürfnisse unterdrücken“.

Unser Minderwertigkeitsgefühl wird geboren...

Erhältst du, ganz besonders in der Kindheit, nicht genügend Aufmerksamkeit, dann triffst du Annahmen darüber, wieso das so ist und daraus entstehen nach und nach Überzeugungen.

Daraus entwickelst du dann eine Grundeinstellung zu dir und zu deiner Umwelt, wie zum Beispiel, anderen Menschen.

Insgesamt unterscheidet man zwischen vier möglichen Kombinationen aus Grundeinstellungen, die die Umwelt mit einbeziehen:

  • DIE WERTSCHÄTZENDE GRUNDEINSTELLUNG
    "Ich bin ok, du bist ok"

  • DIE FREMDABWERTENDE GRUNDEINSTELLUNG
    "Ich bin ok, du bist nicht ok"

  • DIE SELBSTABWERTENDE GRUNDEINSTELLUNG
    "Ich bin nicht ok, du bist ok" 


  • DER SCHWARZMALERISCHE GRUNDEINSTELLUNG
    "Ich bin nicht ok, du bist nicht ok"

Menschen, deren Bedürfnisse oft nicht gestillt wurden, haben häufig die Grundeinstellung entwickelt, dass sie nicht okay sind. 

Auf Basis dieser Grundeinstellung nehmen sie sich selbst und die Welt wahr. Ihre Denk- und Verhaltensweisen basieren auf dieser Grundeinstellung und legen damit den Grundstein für eine generelle Angst vor Ablehnung oder nicht.

Besonders die Grundeinstellungen bei denen du dich nicht ok findest, legen den Nährboden für eine generelle Angst vor Ablehnung. Warum das so ist erfährst du im nächsten Abschnitt.

Wie deine Grundeinstellung dein Leben bestimmt

Die Angst vor Ablehnung rührt also daher, dass du glaubst, dass du nicht okay bist, ansonsten müsstest du ja keine Angst haben, abgelehnt zu werden, wenn du dich wirklich bis auf die Wurzel gut findest, so wie du bist.

An sich ist eine Ablehnung eigentlich nichts Schlimmes – du wirst davon nicht umkommen und die Welt geht davon auch nicht unter.

Erst deine eigene negative Bewertung macht es so unerträglich und kreiert dir deine Realität.

Leider wird damit ein Kreislauf losgetreten, der die Angst vor Ablehnung schnell verstärken kann.

Eventuell hast du schon einmal von der selbsterfüllenden Prophezeiung gehört. Ganz besonders im sozialen Kontext findet, wird sie häufig bestätigt.

Das Verhalten ängstlicher und zurückhaltender Personen wird oft fehlinterpretiert und als unsympathisch bzw. arrogant wahrgenommen, weil sie aus der Befürchtung abgelehnt zu werden, angespannt sind und sich zurückziehen und somit als unangenehm wahrgenommen werden. 

Es tritt genau das ein, was die ängstliche Person von Anfang an befürchtet hat und wird damit in ihrer Denkweise bestätigt: sie wird abgelehnt.

Eigentlich möchte ja die ängstliche Person um keinen Preis abgelehnt werden, doch die Anspannung in diesem Wunsch führt zum Gegenteil – was die Annahme "ich bin nicht okay" verstärkt.

Der toxische Kreislauf der Angst vor Ablehnung beginnt.

Als Folge dieser wiederkehrenden Erfahrung entscheiden sich viele Betroffene sich so gut es geht sozialer Bewertung oder Ablehnung zu entziehen.

Kurzfristig fühlt sich das Vermeiden kritischer Situationen zwar gut an, doch langfristig versteift sich das Problem und die Ängste werden gefüttert und wachsen mit der Zeit.

Was passiert, wenn du regelmäßig die Angst vor Ablehnung ganz und gar meidest und dich deinen Ängsten nicht stellst? Hier ein paar Beispiele:

  • Du vermeidest Redeanteil in Gruppen und deine Meinung offen zu sagen, was dazu führt, dass du dir weniger zutraust und deinem Selbstwert schadest.

  • Du vermeidest jemanden abzulehnen und mal kontra zu geben, obwohl es notwendig dich abzugrenzen von der Meinung anderer.

  • Du lebst dein Potential nicht aus – Dein Traumjob, Traumpartner, Traumleben rücken damit immer mehr in unerreichbare Sphären.

  • Du vermeidest komplett ehrlich mit dir und deinen Mitmenschen umzugehen, was dazu führt, dass dich niemand richtig kennt und du dich einsam fühlst.

  • Du vermeidest dir gegenüber ehrlich zu sein und erzählst dir Ausreden, um deine Ängste nicht konfrontieren zu müssen, worunter dein Selbstvertrauen leidet.

  • Du verlierst das Vertrauen in andere Menschen und entwickelst eine generelle Anti-Haltung, Mistrauen, Hass.

  • Du überkompensierst deine Angst vor Ablehnung und versuchst sie zu überspielen als Quick-Fix zu deinen Problemen, was dazu führt, dass du als seltsam wahrgenommen wirst und sich Menschen von dir abwenden.

  • Du agierst nur, wenn dich garantiert niemand ablehnt und lässt dir damit die besten Chancen durch die Lappen gehen, weshalb du hart mit dir ins Gericht gehst und du eine negative Grundstimmung kultivierst ohne es bewusst zu bemerken.

Deshalb solltest du dich ins Leben stürzen

Die meisten Menschen werden erst aktiv etwas in ihrem zu ändern, wenn der Schmerz so groß geworden ist, dass es fast nicht mehr auszuhalten ist.

Warte nicht darauf, dass es überhaupt soweit kommt...

Jeder Mensch hat seine bevorzugte Art und Weise seine Ängste zu überwinden – doch das wichtigste ist, dass du aktiv wirst. Die mit Abstand schlechteste Strategie, um seine Ängste loszuwerden ist den Kopf in den Sand zu stecken und zu warten, ganz nach dem Motto:

"Irgendwann wird mich schon jemand retten."

Nochmal: Vermeidungsstrategien fühlen sich immer nur im ersten Moment gut an, weil du deine Angst nicht zu spüren brauchst, doch langfristig fütterst du deine Ängste und Minderwert, so dass du irgendwann tief in einem Angstloch steckst und dir nichts mehr zutraust.

Mit der Prokrastination von Ängsten ist es wie mit einer unlimitierten Kreditkarte: Erst macht es jede Menge Spaß...bis du dann irgendwann die Rechnung bekommst.



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Über Mathias Jahn


Mathias unterstützt tiefgründige & introvertierte Männer dabei sich das Social Life ihrer Träume zu erfüllen.

Bereits seit Anfang 2019 veranstaltet er das sehr beliebte Live Event "Comfort Zone Challenges - Dein Weg zu sozialen Freiheit", uvm.

In seinen Coachings arbeitet er unter anderem mit Komfortzonen-Training, subtraktiver Psychologie und ermächtigenden Gewohnheitsritualen.


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