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12. September 2020

Die 3 Schritte, um deinen wiederkehrenden Verhaltensmustern zu entkommen

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Wie du wiederkehrenden Verhaltensmustern auf die Spur kommst, um den Weg zum Social Life deiner Träume freizumachen.

Wenn ich meine Community frage, dann ist ganz besonders wiederkehrende Verhaltensmuster die größte Herausforderung die ich immer wieder genannt bekomme.

Daher wird es in diesem Artikel darum gehen, wie blockierende wiederkehrenden Verhaltensmuster entstehen und was du tun kannst, um diese Ketten zu brechen.

(Bitte sieh mir nach, dass ich der Lesbarkeit halber in der männlichen Form schreibe, jedoch beide Geschlechter gemeint sind.)

Viel Spaß beim Lesen und Anwenden!

Welche 4 Stadien jede Verhaltensänderung durchläuft und warum es wichtig ist diese zu kennen

Bevor ich dir einfach die 3 Schritte einfach so an den Kopf knalle und das dich kein Stück weiterbringt, möchte ich etwas zurückgreifen, um dir die Zusammenhänge zu erklären.

Wenn es um wiederkehrende Verhaltensmuster geht, müssen wir vorerst zwischen unbewussten und bewussten Verhaltensmustern unterscheiden.

Manch einer hat eher Herausforderungen auf der bewussten Ebene, wie z.B. eine fehlende Struktur, Strategie oder Technik, um Verhaltensmuster zu beeinflussen, wie zum Beispiel: regelmäßig neue Menschen anzusprechen oder sich für soziale Interaktion regelmäßig Zeit zu nehmen.

Wobei ein anderer sich auf der unbewussten Ebene boykottiert und nicht merkt, was er sich selbst antut, wenn du dir keine Zeit nimmst für soziale Interaktion, aber dir 1000 Gründe einfallen, warum das schon so passt.  Du vermeidest ohne legitimen Grund soziale Interaktion, ohne dass es dir bewusst ist, dass diese Grüne nicht legitim sind. Soweit ein Beispiel.

Wenn es darum geht neues Verhalten zu erlernen, unterscheiden wir zwischen 4 Stadien:

1.Unbewusste Inkompetenz



– du weißt und nimmst nicht voll und ganz wahr, dass du etwas nicht beherrschst oder wie genau du etwas nicht beherrschst

2. Bewusste Inkompetenz 



– du weißt, dass du etwas nicht beherrschst bzw. wie genau du etwas nicht beherrschst

3. Bewusste Kompetenz 



– du weißt und nimmst genau wahr, wie du etwas beherrschst

4. Unbewusste Kompetenz 



– du weißt und nimmst nicht voll und ganz wahr, wie du etwas beherrscht

Es gibt also bewusste und unbewusste Stadien bei wiederkehrenden Verhaltensmustern.

Bewusste Verhaltensmuster kannst du ändern, wohingegen du unbewusste Verhaltensmuster erst einmal erkennen und aufdecken musst, bevor du sie ändern kannst.

Das heißt ganz konkret, du hast an einem Freitagabend die Wahl zwischen

1: einem Get-Together in einer WG von einer Kollegin, wo du nicht weißt was dich erwartet

ODER

2: du du bleibst einfach vor deiner Konsole sitzen und spielst das Level noch durch, da du morgen früh ja so oder so relativ früh rausmusst, um unter anderem deine Steuererklärung zu machen.

Ahnst du, was ich meine?

Ich rede nicht von simpler Ablenkung, es geht viel viel tiefer.

Ich rede von einer komplexen Verstrickung von unbewussten Überzeugungen, die deine täglichen Entscheidungen beeinflussen und darüber entscheiden, ob du ein erfülltes Social Life lebst oder nicht.

Nimm dir 10 Minuten Zeit, um die folgenden Seiten genau zu lesen, in aller Ruhe und ohne Ablenkung.

Ich bin mir sicher, dass du das kannst - mach es dir zu Liebe.

In diesem eBook widmen wir uns dem unbewussten Teil deines Verhaltens, weil dieser dein Leben bestimmt, ohne dass es dir klar auffällt...

...und dafür gehen wir einmal zurück in die Kindheit.


Mit welchen negativen Überzeugungen die allermeisten Menschen aufwachsen und sich damit jeglichen Erfolg boykottieren

Im Verlaufe unseres Lebens, von Geburt an bis wir auf eigenen Beinen stehen, sind wir noch ständig in einer abhängigen und angepassten Haltung, vor allem unseren Eltern gegenüber, aber auch generell dem Leben gegenüber.

Wir beugen uns den Gegebenheiten, um gut durchs Leben zu kommen.

Viele Dinge erleben wir zum ersten Mal und wissen noch nicht, wie wir uns am besten verhalten sollen.

Daher orientieren wir uns an vertrauten & erfahreneren Menschen (z. B. deine Eltern, Peergruppen Autoritäten etc.) um so sicher und gut durchs Leben zu kommen, wie möglich, und unsere Bedürfnisse gestillt zu bekommen.

In der Zeit des Erwachsenwerden sind unsereBedürfnisse primär dadurch geprägt, die folgenden Dinge zu vermeiden:

1. Verlust des Lebens
2. Verlust der Liebe und Anerkennung 3. Verlust des eigenen Wertes
4. Verlust der Handlungsfähigkeit

Um unsere Bedürfnisse befriedigt zu bekommen, erlernen wir schon in jüngsten Jahren die Aufmerksamkeit auf uns zu ziehen durch bestimmte Verhaltensstrategien.

Lass mich dir, das anhand von 3 Beispiele zeigen!

Beispiel 1 - Das schreiende Kind:

Ein Kind hat bspw. das Gefühl zu wenig Aufmerksamkeit durch die Mutter zu bekommen.

Womöglich hat es selbst durch schreien, weinen oder stampfen sein Ziel nicht erreicht, außer eine abweisende Haltung und genervte Reaktion der Mutter zu erhaschen.

Das Kind wird diese Erfahrung abspeichern und bestimmte Schlüsse daraus ziehen, wie z. B.:

Meine Mutter weist mich ab. Ich bekomme selbst dann keine Aufmerksamkeit, wenn ich mich deutlich bemerkbar mache. Ich sollte mich nicht in den Vordergrund drängen, denn so bekomme ich meine Bedürfnisse nicht gestillt, sondern werde sogar abgewiesen.

Schlussfolgerung: Meine Bedürfnisse gestillt zu bekommen scheint meiner Mutter nicht wichtig zu sein und damit bin ich wohl nicht wichtig.

Beispiel 2 - Das kränkelnde Kind:

Andere Kinder wiederum haben eine andere Strategie entdeckt, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Eines Tages sind sie krank geworden und ihre Eltern haben sich plötzlich mehr um sie gekümmert – für das Kind war das der Liebesbeweis, den es schon lange vermisst hat.

Damit brennt sich der folgende Zusammenhang ein:

Wenn ich krank bin, bekomme ich Aufmerksamkeit, Zuneigung und Liebe. Ich sollte besser nicht gesund sein, wenn ich meine Bedürfnisse gestillt bekommen möchte.

Beispiel 3 - Das besondere Kind:

Bei einem weiteren Beispiel spielen bereits einige Kinder auf einem Spielplatz. Du fragst, ob du mitspielen darfst, doch stattdessen stellt dich die eingeschworene Gruppe auf die Probe und sie fangen an dich zu hänseln.

Frustriert gehst du zu deiner Mutter und sie behauptet, dass du etwas ganz besonderes bist und sie deshalb nicht verdient haben mit dir zu spielen.

Bei dir brennt sich er Zusammenhang ein: Ich gehöre nicht dazu, weil ich ja etwas besonderes bin.

Diese Zusammenhänge bilden sich bei jedem Kind unterschiedlich aus, größtenteils unterhalb der Wahrnehmungsgrenze. Meistens reichen viel subtilere Situationen aus, um einen Effekt auf deine Grundüberzeugungen zu haben.

Das heißt, du könntest bspw. nur aus einer Mimik negative Schlüsse für dein zukünftiges Verhalten ziehen.

Wir haben im Verlaufe des Erwachsenwerdens viele solcher Erkenntnisse, durch welche wir ein bestimmtes Verhalten erlernen.

Das passiert hauptsächlich aus dem Grund, weil wir gut und sicher durchs Leben kommen möchten, auch wenn die erlerntes Verhaltensweisen als erwachsene Person gar nicht mehr nötig sind.

In der humanistischen Psychologie ist die Rede von unserem sogenannten Lebensskript.

In diesem Lebensskript sind all unsere alten Glaubenssätze & Verhaltensweisen niedergeschrieben, die sich durch die häufigen Wiederholungen neurologisch tief eingebahnt haben, um unsere Grundbedürfnisse zu sicher und damit unsere Existenz.

Doch ist das Lebensskript wirklich so ein großes Problem?

Bis ungefähr zu deinem 30. Lebensjahr hast du so ziemlich jede Lebenserfahrung einmal gemacht und wir haben uns bereits zu einem erwachsenen Menschen entwickelt.

Wir gewöhnen uns an unseren Eigenheiten und lernen damit mehr oder minder im Alltag umzugehen.

Du ziehst Menschen in dein Leben, die dein Verhalten dulden und stößt andere ab, die das nicht tun.

Das ist ein normaler Prozess, und mit der Qualität unseres Verhaltens bestimmen wir unbewusst, die Qualität der Menschen, die wir in unser Leben ziehen und wen nicht.

Aus unserer Sicht ist unser Verhalten grundsätzlich immer legitim, denn es resultiert ja auch einer Reihe an Überzeugungen, die wir für DIE Wahrheit halten. Wir hinterfragen unser Verhalten nicht so tiefgreifend, nur in Ausnahmefällen.

Mit einem stark ausgeprägten Lebensskript kommen immer wieder unvorteilhafte unwillkürliche Verhaltensweisen vor, die andere Menschen, die ein hohen Selbstwert haben, nicht dulden werden.

Niemand verbringt gerne Zeit mit jemanden, de negative Verhaltensmuster aufweist oder anders ausgedrückt: jemanden, der sich seiner Selbst nicht bewusst ist.

Du wirst selbstbewusste Personen nur schwer in dein Leben ziehen oder halten können und du verstehst nicht warum...es sei denn du fängst an, dir dein Muster bewusst zu machen.

Deshalb solltest du damit anfangen dein Lebensskript kennenzulernen und im Idealfall Lösungen parat haben. 

Wenn du merkst, dass du deine Ziele &Träume boykottierst, dann ist das ein Hinweis darauf, dass dein Lebensskript dich im Griff hat.

Wenn dir bisher nicht aufgefallen ist, das du dein Lebensskript abspulst, dann lass mich dir eins sagen...

...die größte Schwierigkeit besteht darin zu erkennen und sich einzugestehen, DASS dich etwas blockiert, dass du nicht erklären kannst.

Denn bisher wirst du es evtl. als ganz normal abgestempelt haben und gerchtfertigt haben.

„Du bist halt nicht der Typ dafür“

Somit wird das Lebensskript zu unserem unsichtbaren Problem und bildet eine unsichtbare Glasdecke, die uns unten hält.

Das Lebensskript wird immer dann automatisch aktiviert und durchlaufen, wenn wir uns in einem negativen Stimmungszustand befinden, wie zum Beispiel wenn wir Unruhe, Druck, Stress, Angst, Verzweiflung, Ärger, Wut spüren...

Da Stimmungstiefs genauso zum Leben dazugehören wie Stimmungshochs, wird es immer wieder Situationen in unserem Leben geben, an denen wir uns unvorteilhaft bis schädlich verhalten.

Unser Lebensskript übernimmt bei jedem immer mal die Kontrolle...

Doch allein sich diesen Zusammenhang bewusst zu machen, hilft ungemein wiederkehrende Verhaltensmuster bewusst zu machen, was der erste Schritt zur Veränderung ist.

Unser Lebensskript hat unterschiedliche Grundüberzeugungen abgespeichert, die gemeinhin im Zusammenhang mit dem Lebensskript als Bannbotschaften bezeichnet werden (innerhalb des Textes auch vereinfacht als Botschaft bezeichnet)

Der Psychologe Eric Berne hat 12 grundsätzliche Botschaften zusammengetragen, die sich sehr häufig bei einer Vielzahl von den Menschen wiederholen – vielleicht erkennst du selbst einige bei dir wieder.

Die Botschaften sind als Verbote ausformuliert, die einschränkend auf dein Leben einwirken.

IN BEZUG AUF DAS SEIN

„Sei nicht!“ oder „Existiere nicht!“ „Sei nicht gesund!“
„Sei nicht du selbst!“

IN BEZUG AUF DICH SELBST

„Fühle nicht!
„Werde nicht erwachsen!“ „Sei kein Kind!“

IN BEZUG AUF DIE WELT

„Denke nicht!“ „Lass das!“ „Schaff's nicht!“

IN BEZUG AUF ANDERE

„Sei nicht zugehörig!“ „Sei nicht nah!“
„Sei nicht wichtig!“

Jetzt kennst du die gängigen Überzeugungen, die unsere wiederkehrenden Verhaltensmuster prägen.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten dem Lebensskript seine Macht zu entziehen.

Nummer 1

Du lernst, wie du deinen Stimmungszustand besser kontrollierst und von Grund auf deine energetische Signatur positiver werden lässt...

Nummer 2

...du lernst, wie die lang eingeschärfte Botschaften des Skripts auflöst.

Am Erfolg versprechendsten ist es, an beiden Punkten zu arbeiten.

Das Problem an der Sache ist nur, dass die Botschaften über viele Jahre tief verankerte und unbewusste Gewohnheiten geworden sind.

Das heißt, es gibt viele Situationen, in denen das Lebensskript automatisch ausgelöst wird, so dass du erstmal all diese Situationen nach und nach identifizieren musst, um sie aufzulösen.

Eine neue Gewohnheit zu etablieren benötigt einige Zeit, doch eine Gewohnheit abzulegen dauert um ein vielfaches länger.

Es ist ehrlich gesagt fast unmöglich.


Welche Lösungen es gibt, um tiefsitzende wiederkehrende Verhaltensmuster trotzdem abzulegen

Nach Jahren des Wiederholens haben sich schließlich die Gewohnheiten des Lebensskript neurologisch so tief eingebahnt, wie die Spurrillen einer Autobahn.

Deine Kindheit und Pubertät gingen schließlich insgesamt mindestens 15 Jahre und länger. Das ist eine extrem lange Zeit eine Gewohnheit zu wiederholen.

Die Botschaften des Lebensskripts zu verlernen, ist vom Aufwand so hoch, wie sich abzugewöhnen nicht zu gähnen, wenn andere Menschen in deiner Gegenwart gähnen oder das Verb „machen“ nicht mehr zu benutzen.

Meistens sind die Situationen vorüber bis du im Nachhinein erkennst, dass ES dir wieder passiert ist.

Das ist frustrierend und du wirst schneller in deine alten Verhaltensmuster zurückfallen als du „Amplitudenmodulation“ sagen kannst.

Doch die Situation ist nicht hoffnungslos, es braucht jedoch die Offenheit und die Leistungsbereitschaft eines Champions.

Denn sich nur zu wünschen, dass sich etwas ändert reicht nicht. Nur etwas zu dem Thema zu lesen auch nicht.

Es braucht ein starkes Commitment und ein System.

Denn es kommt nicht nur darauf an, DASS du eine Sache angehst, sondern WIE du die Sache angehst.

Bitte starte keinen Schnellschuss!

Reiner Aktionismus, pure Motivation und absolute Willenskraft wird dich nicht an dein Ziel bringen.

Das bewirkt nur kurzfristig etwas – und zwar, dass du schnell wieder aufgibst.

Das ist nur ein guter Zunder, um die Flamme ins Lodern zu bringen, aber mehr auch nicht.

Danach brauchst du etwas, um die Glut langfristig am brennen zu halten, sonst geht sie wieder aus.

Daher brauchst du ein zuverlässiges System, was du in deinen Alltag einbauen kannst und wie von allein, automatisch, wiederholst.

Das geht indem du dir Gewohnheiten schaffst, die dein neues gewünschtes Verhalten fördern und deine alten Gewohnheiten abschaffen.

Doch dafür müssen wir erstmal wissen, was wir ändern wollen und wie man eine Gewohnheit von Grund auf lernt.

Das heißt also du brauchst 3 Schritte um wiederkehrende Verhaltensweisen abzulegen:

1. Klarheit – Reflektiere und mache dir bewusst – schreibe sie dir auf: Welche wiederkehrenden Verhaltensmuster hast du, die dich aufhalten? Frage nach Feedback bei deinen Freunden und Familie, weil dir viele Verhaltensweisen einfach nicht bewusst sind...

2. Analyse – Auf welchen Grundüberzeugungen basieren die wiederkehrenden Verhaltensmuster? Erkennst du Bannbotschaften, die auf dich zutreffen? Liste auf!

3. Lösung – Die Bannbotschaften auflösen und verbessere deine energetische Signatur. Frage dich, wie und wann die Bannbotschaften zu deinen Grundüberzeugungen werden konnten und finde dann deinen Frieden damit. Schreibe dir auf, was dir Energie raubt und beseitige diese Dinge nach und nach aus deinem Leben, um die Situationen zu minimieren, die dein Lebensskript für dich übernimmt.

Ich hoffe, dass der Artikel dir auf die ein oder andere Erkenntnis bescheren konnte. Ich wünsche dir viel Erfolg beim Anwenden!


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Über Mathias Jahn


Mathias unterstützt tiefgründige & introvertierte Männer dabei sich das Social Life ihrer Träume zu erfüllen.

Bereits seit Anfang 2019 veranstaltet er das sehr beliebte Live Event "Comfort Zone Challenges - Dein Weg zu sozialen Freiheit", uvm.

In seinen Coachings arbeitet er unter anderem mit Komfortzonen-Training, subtraktiver Psychologie und ermächtigenden Gewohnheitsritualen.


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