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2. Februar 2020

Der wahre Grund, warum wir unsere Komfortzone so ungern verlassen – und mit welcher Erkenntnis du es 10X leichter schaffst

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Die Komfortzone – Ein Synonym für das Zuhause deines Sicherheitsgefühls. Finde in diesem Artikel heraus, was dahinter steckt.

Was ist es wirklich, was uns davor zurückhält die Grenzen unserer Komfortzone zu überwinden und ein für alle Mal hinter uns zu lassen?

Ein praktischen Ansatz dafür, was es so schwer macht die Komfortzone zu überwinden und mit welcher Erkenntnis du es schaffst.

(Bitte sieh mir nach, dass ich der Lesbarkeit halber in der männlichen Form schreibe, jedoch beide Geschlechter gemeint sind.)

Viel Spaß beim Lesen!

#1 Etwas Aufregendes wartet auf uns

In der Nähe meiner Wohnung in Berlin gibt es ein Kampfsport Studio. Ich mache dort Brazilian Jiu Jitsu.

Wann immer ich Lust habe, gehe ich dort hin und kann mit anderen kämpfen.

Doch bevor ich mich durchgerungen hatte mich dort einzuschreiben, musste ich mit der Vorstellung klarkommen auch mal einem harten Stoß oder Würger auszuhalten.

Der Gedanke daran mit geprellten Rippen nach Hause zu gehen, hat mich kurz zusammenzucken lassen.

Doch mittlerweile weiß ich, dass dieses Zusammenzucken bzw. Zurückschrecken ein Hinweis ist...

...ein Hinweis darauf, dass etwas Aufregendes auf mich wartet.

Das Zurückschrecken ist ein instinktiver Impuls und läuft automatisch immer dann ab, wenn du dich über die Grenzen des Gewohnten – außerhalb deiner Komfortzone – bewegst.

Dieser Zurückschreck-Reflex ist wie ein Endgegner - ein Endboss - , wie in einem Game. 

#2 Der Endgegner

Er hält seine Wache vor dem nächsten Level und lässt uns erst weiterschreiten, wenn wir ihn bezwungen haben.

Dieser Reflex ist der Grund dafür, warum wir unliebsame Aufgaben nicht beginnen und schwere Herausforderungen nicht angehen.

Der Grund, warum wir scheitern bevor wir begonnen haben.

Der Grund, warum wir Perfektionismus dem Voranschreiten vorziehen.

Doch je länger wir warten, desto schwerer wird es. Einen Endboss bezwingst du nicht durch warten.

Ohne Erfahrungs- und Fähigkeitenpunkte zu sammeln wird es nichts.

Du bezwingst ihn, indem du konstant deine Gegner herausforderst und dadurch Erfahrung sammelt und deine Fähigkeiten verbesserst.

Gibst du nach, hat er gewonnen und dein Spielraum – dein Komfortzone – schrumpft ein Stück in sich zusammen.

Egal, was du tun willst, es ist so einfach wie noch nie an all die Informationen zu gelangen, um herauszufinden wie man etwas macht.

Mach die Recherche und dann tue es einfach, komm in Aktion - ein Tipp, den man zu Haufe hört.

Und dennoch sprichst du deinen Traumpartner nicht an, gehst nicht auf einem Event auf den Experten zu, fragst nicht nach der Nummer, zögerst mit deiner Geschäftsidee nach draußen zu gehen und gehst nicht auf neue Kunden zu. 

Wir tuen jeden Tag genau das Gegenteil von dem, was wir eigentlich vorhatten.

Warum tun wir das?

Wir leben im Informationszeitalter. Die Schritte, um ein Ziel zu erreichen sind sehr leicht zu finden - doch es tatsächlich durchzuziehen ist eine andere Sache.

Ein Puzzle-Teil scheint zu fehlen – ein Variable in der Formel ist unbestimmt mit X.

Das X steht für das Zurückschrecken in der Formel der Komfortzone.x

Das Zurückschrecken ist der wirkliche Endgegner. Informationen werden dir nicht helfen ihn zu besiegen.

Er steckt in jeder unglücklichen Beziehung, hinter jedem unerfüllten Job und hinter jedem unerfüllten Leben.

Das Zurückschrecken ist der Grund, weshalb manche Menschen, nie das erreichen, was sie wirklich erreichen wollen, weil sie nie wirklich ins Schwitzen kommen, um daran zu arbeiten.

Die Grenzen deiner Komfortzone stellt eine Hürde da.

Das ist der Grund, warum wir den schwierigen Fragen ausweichen. Das ist der Grund, warum wir die falschen Entscheidungen treffen, obwohl wir vielleicht genau wissen, welche die Richtige ist.

Zu jedem Handeln, zu dem du nicht einer Lage bist, steckt die Angst die Komfortzone zu verlassen.

Es ist schwer sich dem Reflex des Zurückschreckens zu stellen, denn das bedeutet, man müsste  sich seine eigenen Lügen eingestehen und sich der Angst dahinter stellen und mit dem Schmerz auf dieser Entwicklungsreise klarkommen.

Das Zurückschrecken passiert in dem Moment, in dem jeder Zweifel,  durch deinen Kopf geschossen kommt und dich enorm hart trifft – im falschen Moment, mal wieder.

Es ist der Moment, in dem sich der ganze Körper angespannt fühlt.

Es ist ein Instinkt, der dir sagt, dass du einfach nur rennen sollst. Es ist der Moment der Anspannung, der sich im Körper und Gehirn abspielt und alles abrupt stoppt.

Es ist eine Reaktion, die alte Erinnerungen wachruft und dich verfolgt. Du verkrampfst in der Brust und möchtest nichts anderes als dich in Luft auflösen.

Der Zurückschreck-Reflex mobilisiert alles, um dich an wirklichen Fortschritt zu hindern.

Er ist dazu da, um dich in deinem sicheren Status Quo festzuhalten.

Es flüstert dir diabolisch ins Ohr, dass viel Veränderung auch die Wahrscheinlichkeit erhöht zu scheitern. 

Gibst du nach, hat er gewonnen und dein Spielraum – dein Komfortzone – schrumpft.

Überall dort, wo sich der Zurückschreck-Reflex versteckt, musst du ihn finden und dich ihm stellen. Er versteck sich niemals innerhalb deiner Komfortzone.

Du musst die Kontrolle wieder zurückgewinnen und den Zurückschreck-Reflex aufhalten, wie beim Brazilian Jiu Jitsu, wenn du im Würgegriff landest - in diesem Fall musst du kämpfen oder du wirfst das Handtuch...

Die meiste Zeit deines Lebens war der Zurückschreck-Reflex da und hat dich geleitet. Als du angefangen hast die Welt zu entdecken und andere Menschen zu beobachten hast du gelernt zurückzuschrecken.

All das, was du vermieden hast, weil du es als Bedrohung eingestuft hast, wurde zu etwas, was dich automatisch zurückschrecken lässt.

Jeden Tag triffst du Entscheidungen auf der Grundlage einer Geschichte, die schon lange lange vergangen ist und mit dir nichts mehr zu tun haben musst.

Doch vielleicht denkst du gar nicht oft darüber nach. Genau so will es der Zurückschreck-Reflex.

#3 Die Grenzen deiner Komfortzone spüren lernen

Einige Dinge müssen auf die harte Tour gemacht werden - aber nicht alle. Du brauchst dich nicht in ein Feuer zu legen, um zu wissen, dass es Verbrennung verursacht.

Das hat auch nichts mehr mit dem verlassen seiner Komfortzone zu tun.

Doch es gibt andere Lektionen des Lebens, die nicht tödlich sind und dich stärker machen, nicht schwächer. 

Vergiss Lernen aus zweiter Hand. Das hinterlässt keine Narben. Das generiert keine Erfahrung.

Es könnte genauso gut nur ein Traum sein.

Wissen aus erster Hand – die eigene Erfahrung – ist körperlich, eindrucksvoll und notwendig, um zu lernen.

Stell dich auf ein Abenteuer ein und sei bereit deinen inneren Endbossen zu begegnen.

Wenn du hinfällst ist dein gesamtes motorisches System beteiligt. Das kannst du nicht aus Büchern lernen. Es funktioniert einfach nicht, weil du nicht wirklich hingefallen bist.

Du musst es am ganzen Körper spüren, wie es ist hinzufallen und dann aus eigener Kraft wieder aufstehen, damit die Lektion klar und deutlich ist.

Gibt dich nicht damit zufrieden die Grenzen anderer Menschen zu erreichen, sondern erreiche deine Eigenen.

Die Angst die Komfortzone zu verlassen ist fast immer schlimmer als der Schmerz selbst. Doch das hast du vergessen und darfst es wieder lernen.

Hol dir Narben und fang an zu leben.

Die Motivation aufzubringen seine Komfortzone zu verlassen, entsteht mit der Gewissheit, dass die Zukunft besser wird als die Vergangenheit.

Je positiver du bist, desto leichter wird es schwierige Situationen zu meistern und dich nicht in der Opferrolle zu sehen. 

Nichts ist starrer als die Komfortzone eines, in der Opferrolle verharrenden, Menschen. Sie durchschauen das Muster nicht. Damit wird das Überwinden der Komfortzone unmöglich.

Wenn du nicht an dich glaubst und die Augen öffnest, dann kann jede potenzielle Bedrohung dein Ende sein und du wirst wieder von Null anfangen.

#4 Wie du deine Komfortzone 10x leichter überwindest

Das Zurückschrecken wird kommen, das ist eine Tatsache.

Egal wie stark du bist, ein Schmetterling in deinem Blickfeld wird die immer erschrecken können. Das ist biologisch so vorprogrammiert. 

Das Zurückschrecken wirst du nicht abstellen können, dafür kannst du es transformieren. 

Und so wird es gemacht:

In einem Zustand der Angst nehmen die meisten Menschen die Hände hoch, um sich zu verteidigen. Sie schrecken zurück – das ist die Fluchtreaktion. 

Doch der wahre Trick ist, das zu tun, was die Profis tun. Sie nutzen die Schnelligkeit und Intensität des Zurückschreckens zu ihrem Vorteil.

Sie nutzen es, um schneller zu reagieren als ihr innerer Endgegner überhaupt realisieren kann. 

Anstatt zurückzuschrecken, schreckst du Vollgas nach vorn, auf die Herausforderung und auf die Bedrohung zu.

So kannst du deine Komfortzone immer verlassen.

Wenn man vorwärts schreckt, nutzt man die Geschwindigkeit seines Instinkts, jedoch ohne zurückzuweichen.

Stattdessen bewegt man sich ohne nachzudenken so schnell vorwärts, dass der Genger nicht reagieren kann. Du benutzt deine erhobenen Hände zum Angriff anstatt zur Abwehr.

Du nutzt deine Angst, um dir einen Vorteil zu verschaffen.

Trainiere dich darin, vorwärtszuschrecken und deine Welt wird sich radikal ändern. Plötzlich reagierst du auf Herausforderungen, indem du voranschreitest anstatt zurückzuschrecken.

Du wirst größer statt kleiner und damit stabiler und selbstbewusster.

Du gehst in die Offensive statt in die Verteidigung. Du nimmst wieder Einfluss, anstatt dich zu verstecken.

#6 Der wahre Grund des Zurückschreckens

Hinter jedem Zurückschrecken steht eine Angst. Ohne die Angst gäbe es kein Zurückschrecken. 

Es geht nicht darum, die Angst auszuschalten. Es geht darum sie zu konfrontieren. 

Das lehrt dich, dass du mit dem Druck und den Herausforderungen einer neuen Situation umgehen kannst.

Denn die Angst dient dir als dein Wegweiser, nicht als dein Kapitän.

Es ist deine Aufgabe ihr den richtigen Platz zuzuweisen.

Ohne diesen Wegweiser wird deine Komfortzone unweigerlich schrumpfen und du wirst wieder mehr Raum für das schaffen, was dich einschränkt.

Das bedeutet gleichzeitig, auch wenn du den richtigen Weg einschlägst, dass die Angst nie ganz verschwindet – der Wegweiser nie verschwindet und das ist auch gut so.

Wenn du sie ganz und gar nicht mehr spürst, dann bist du auf dem falschen Weg.

Du befindest dich wieder im bequemen Korridor. Finde wieder eine Tür nach draußen – außerhalb deiner Komfortzone – , denn du brauchst eine größere Schlacht - eine größere Herausforderung - in deinem Leben.

Stell dich auf ein Abenteuer ein und sei bereit deinen inneren Endbossen zu begegnen, anstatt zurückzuschrecken, sieh den Wegweiser klar vor deinen Augen.


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Über Mathias Jahn


Mathias unterstützt tiefgründige & introvertierte Männer dabei sich das Social Life ihrer Träume zu erfüllen.

Bereits seit Anfang 2019 veranstaltet er das sehr beliebte Live Event "Comfort Zone Challenges - Dein Weg zu sozialen Freiheit", uvm.

In seinen Coachings arbeitet er unter anderem mit Komfortzonen-Training, subtraktiver Psychologie und ermächtigenden Gewohnheitsritualen.


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